Literatur

1710 Gehäusedeckel der Kleinuhren werden aus Achat und anderen Quarzarten hergestellt.
1713 Thomas Tompion (London) baut eine Jahresuhr.
1714 Das englische Parlament setzt in einem Wettbewerb einen Preis von 20 000 Pfund Sterling für die Schaffung eines präzisen Schiffschronometers aus, um eine genaue geografische Längenbestimmung auf See zu ermöglichen.
1715
George Graham (London) baut ein sich bewegendes Planetarium und schafft die ruhereibende Hemmung für Pendeluhren (Graham Hemmung).
 
1720 George Graham verbessert die Sautroghemmung von Thomas Tompion, die als Zylinderhemmung bekannt wird.

In Frankreich werden Wandkonsoluhren gebaut.
1721 George Graham verwendet erstmals Quecksilberkompensationspendel für Großuhren.
1722 Abbé D'Hautefeuille (Orléans) beschreibt eine Ankerhemmung mit einem Rechen als Gabel und einem Trieb auf der Unruhwelle. Die Hemmung ist nicht frei, dassAnker und die Unruh ständig im Eingriff stehen.
1724 Der französische Uhrmacher Jean Baptiste Dutertre baut die Duplexhemmung (bereits 1690 von Robert Hooke in Elementen beschrieben).
1726
John Harrison (London) konstruiert ein Metallkompensationspendel (Rostpendel).
 
um 1730 Franz Anton Ketterer aus Schönwald (Schwarzwald) stellt die erste Kuckucksuhr her.
1735 John Harrison fertigt das Gegengesperr für Großuhren und seine erste Seeuhr. 
1739 John Harrison vollendet seine zweite Seeuhr.
um 1740 Goldene Taschenuhrgehäuse, deren Verzierungen aus vier verschiedenen Goldfarben bestehen, kommen in Mode.
1741 John Harrison vollendet seine dritte Seeuhr.
 
 1749 Rivaz fertigt eine Federuhr mit Schlagwerk, die nach einem Aufzug ein Jahr lang geht. 
1750 Mathias Hummel fertigt als Erster im Schwarzwald Taschenuhren aus Buchsbaumholz.
1751 Jean André Lepaute (Paris) baut Pendeluhren mit nur einem Rad.
1755 Jean Romilly stellt in Paris Taschenuhren her, deren Unruh pro Sekunde eine Schwingung macht.
um 1760 Thomas Mudge (London) erfindet die freie Ankerhemmung für tragbare Uhren.
1760 Phillip Matthäus Hahn (Echterdingen) beginnt mit der Herstellung hervorragender Großuhren mit mechanischen Globen und Spähren.

Pierre Jaquet-Droz fertigt in La Chaux-de-Fonds prächtig ausgestattete Automatenuhren.

Uhrgehäuse werden mit Fischhaut überzogen.

Die ersten feuervergoldeten Pendeluhren entstehen.

Ferdinand Berthoud und Pierre le Roy (beide Paris) veröffentlichen die Ergebnisse ihrer Forschung über die freie Chronometerhemmung.
1761 Ferdinand Berthoud (Paris) vollendet das erste Marinechronometer Frankreichs.

John Harrison (London) gewinnt mit seiner vierten Schiffsuhr den vom englischen Parlament 1714 ausgeschriebenen Preis (dieser wird ihm aber erst 1774 zuerkannt).
1764 John Arnold (London) stellt den Zylinder einer Zylinderhemmung aus einem echten Rubin (Korund) her.
1766 Pierre le Roy (Paris) verbessert die Ausgleichsunruh von Harrison.
um 1768 Im Schwarzwald werden die ersten Großuhren mit Spielwerken hergestellt.

Jaques Frederic Houriet (Le Locle) fertigt spährische Spiralen in Kugelform an.
1769 Pierre le Roy vollendet seine erste Seeuhr mit Chronometerhemmung.

Der Klosterbruder Cajetano baut im Hofkloster zu Wien eine kunstvolle astronomische Uhr.
um 1770 Jean Andre Lepaute (Paris) stellt für die Akademie der Bildhauerkunst eine durch den Luftzug sich selbsttätig aufziehende Atmosphärische Uhr her.

James Ferguson, englischer Mechaniker und Astronom, konstruiert erstmals eine Ebbe- und Flutzeituhr.
1770 Jean Antoine Lépine (Paris) fertigt Taschenuhrwerke in Brückenbauweise.

A.L. Perrelet (Schweiz) stellt erstmals funktionstüchtige Automatikaufzüge an Taschenuhren her (später durch Bréguet u.a. verbessert, bis sie im 20.Jahrhundert auch bei Armbanduhren angewandt werden).
1772 John Arnold erfindet eine zweiarmige Unruh mit Regulierschrauben.
1775 John Arnold stellt die zylindrische Spirale für Uhrenschwingsysteme her.
1776 Der seit 1582 bestehende Gregorianische Kalender wird durch die Reichsverfassung offiziell bestätigt.
1777 Jean Moise Pouzait erfindet die springende Sekundenanzeige (Seconde morte).
um 1780 Der Sekundenzeiger wird allgemein auch bei Taschenuhren eingeführt.

Federkraft-Pendelhemmungen führen zu hohen Zeitmessergebnissen bei Großuhren (Christian Friedrich Tiede, Sigmund Riefler und Ludwig Strasser verwenden sie später für Präzisionspendeluhren).
1780 Mallet führt in Genf die Mittlere Zeit öffentlich ein.

Der französische Uhrmacher Abraham Louis Bréguet erfindet den automatischen Rüttelaufzug bei Taschenuhren.
1781 Ferdinand Berthoud beschäftigt sich mit dem sekundären Kompensationsfehler des Schwingsystems.
1782 John Arnold stellt eine Chronometerhemmung mit gerader Gangfeder her und lässt sie sich patentieren.
um 1790 Thomas Earnshaw, englischer Chronometerbauer, bringt die mechanischen Chronometerhemmungen in die bis zuletzt angewandten Formen.
1790 Jacob Hebestreit (auch Herbstrieth genannt) stellt in Neukirch (Schwarzwald) erstmals die nach ihm benannten Jockele-Uhren her.
1793 Der Nordamerikaner Eli Terry gründet in Plymouth eine Fabrik zur Herstellung von Großuhren.
 
1798 Der Schweizer L. Perron erfindet die Stiftankerhemmung für tragbare Uhren.
um 1800
Abraham Louis Bréguet wendet erstmals die aufgebogene Spirale an.
 
1801 Abraham Louis Bréguet erfindet das Tourbillon mit Antrieb vom Sekundenrad.
um 1805 Die Sicherung der Unruhwelle gegen Schlag und Stoß wird erstmalig von Abraham Louis Bréguet durch eine Einrichtung unter der Bezeichnung "parachute" (Fallschutz) verwirklicht.
1810 Der dänische Uhrmacher Louis Urban Jürgensen baut in Paris zuverlässige, genau gehende Taschenchronometer und verbessert die Zylinderhemmung.
1812 Edward Massey (London) erfindet einen Aufzug bei Taschenuhren, der auf dem Prinzip des Auf- und Niederschiebens des Bügelknopfes beruht.
1815 Ramis stellt die erste elektrisch betriebene Einzeluhr her.
um 1820 Duelos fertigt in Paris Uhren aus Pappe an (Carthorloges).
1820 Erstmals werden Stoppuhren mit zwei getrennten Sekundenwerken gebaut.
1822 In England wird die Stoppuhr ohne laufende Zeitanzeige erfunden.
1825 Brocot konstruiert in Paris eine ruhende Pendelhemmung.
1825 Der Schweizer Pierre Frederic Ingold erfindet die sogenannte Ingoldfräse für die Herstellung theoretisch richtiger Radzahnwälzungen in Uhrwerken.
1828 Friedrich Wilhelm Bessel (Königsberg) veröffentlicht seine Abhandlung über das Sekundenpendel und die zweckmäßigste Art der Ausführung.
1830 Jean Paul Guerlin (Berlin) stellt Taschenuhren mit Zylinderhemmung her, die flach wie ein Taler sind.

Eduard John Dent experimentiert in London mit Spiralen aus Glas, um bessere Temperaturkompensationswerte zu erhalten.
1831 Der Pariser Uhrmacher Joseph Winnerl fertigt die erste Uhr mit nachspringender Sekunde (Seconde rattrapante) an.
1833 In Greenwich wird eine Zeitballstation eingerichtet (es folgen derartige Einrichtungen unter anderem 1855 in Washington, 1875 in Kiel und 1876 in Bremerhaven).
1839 Der Optiker Carl August von Steinheil (München) stellt eine Großuhr her, die Stromimpulse aus elektro-chemischen Batterien an Nebenuhrwerke gibt und diese damit fortschaltet.
1840 Sir Charles Wheatston (Paris) veröffentlicht eine Denkschrift über einen von ihm erfundenen Apparat, durch den man Uhren an verschiedenen Orten von einer Zentrale aus steuern kann.

Georges Leschot leitet die erste maschinelle Erzeugung von Taschenuhr-Rohwerken in einer Schweizer Uhrenfabrik.

Louis Urban Jürgensen (Paris) beschreibt die bis hin geheim gehaltene englische Technologie der Herstellung von Uhrwerklagern aus Edelstein.
1841 Friedrich Gutkaes, Dresdener Hofuhrmacher, konstruiert für die Dresdener Staatsoper die Fünfminutenuhr.
1842 Jean Baptiste Schwilgue stellt die dritte Straßburger Münsteruhr fertig.

Pierre Frederic Ingold (La Chaux-de-Fonds) errichtet in England eine Taschenuhrfabrik mit maschinellen Fertigungsverfahren. Auf Betreiben des handwerklich schaffenden Uhrmachergewerbes verbietet das englische Parlament die Inbetriebnahme dieser Fabrik.

Adrien Philippe (Genf) konstruiert die Taschenuhr mit dem Kronenaufzug (Remontoiruhr).
1843 C.A.Steinheil, Professor in München, beschreibt eine Vorrichtung, mit der die von einer Hauptuhr elektrisch gesteuerten Nebenuhrwerke auf gleiche Zeigerstellung gebracht werden können.

Joseph Winnerl (Paris) erfindet den Doppelchronographen mit der Herzscheibe zur Rückstellung der Zeiger.
1844 Es wird vorläufig (endgültige Festlegung 1911) festgelegt, dass der Nullmeridian von Greenwich (England) aus gerechnet wird, statt wie seit 1634 von der Kanarischen Insel Ferro.

Ferdinand Leonhard (Berlin) führt die verschiebbare Palette am Anker ruhender Hemmungen ein.
 
1845
Ferdinand Adolf Lange gründet in Glashütte bei Dresden eine Fabrik für Präzisionstaschenuhren.
 
um 1850 In der russischen Stadt Wjatka werden Taschenuhren fast vollständig aus Birkenwurzelholz manufakturmäßig hergestellt.
1850 In Nordamerika beginnt die maschinelle Herstellung von Taschenuhren (Schablonenuhren) mit auswechselbaren Teilen.

Die erste Uhrmacherschule im deutschsprachigen Bereich wird in Furtwangen (Schwarzwald) gegründet. Weitere Fachschulen für Uhrmacher entstehen später z.B. in Schwenningen, Glashütte, Karlstein, Biel, La Chaux-de-Fonds, Genf,Le Locle, Neuchätel.
1853 Der Schweizer Uhrmacher Oliver Mathey führt zur Vollendung der Stahlflächen in Uhren die Diamantine ein.
1859 Die von Edmund Beckett Denison (ab 1886 Baron Grimthorpe) konstruierte, sehr genau gehende Turmuhr mit Schwerkrafthemmung des Parlamentsgebäudes in London (Westminsteruhr) wird vom Londoner Uhrmacher Eduard John Dent gebaut und nach fünfjähriger Probezeit der Öffentlichkeit übergeben.
um 1860 Die industrielle Massenproduktion von Gebrauchsuhren bewirkt, dass die handwerkliche Herstellung zurückgedrängt wird und das Handwerk sich auf die Uhrenreparatur spezialisiert.
1860 Der französische Mathematiker Edouard Philipps berechnet die Kurvenformen beider Enden der zylindrischen Spirale, um die Bedingungen des Isochronismus zu erfüllen.
1861 Erhard Junghans aus Schramberg führt die bereits in Nordamerika praktizierte Technologie zur Massenproduktion von sogenannten Schablonenuhren ein.
1867 Der Pariser Uhrmacher Guilmetin erfindet das frei schwingende Pendel ("Pendule balancier libre").
1868 Georg Friedrich Roskopf beginnt in der Schweiz mit der Herstellung von einfachen, von den bis dahin bekannten Konstruktionsprinzipien abweichenden, billigen zuverlässigen Taschenuhren.

Joseph Winnerl (Paris) baut erstmals eine Pendeluhr mit einem Antrieb durch elektrische Kontakte.

Das im 5.Jahrhundert n.Chr. entstandene Dezimalsystem wird in Deutschland durch Anordnung vom 17.August 1868 allgemein verbindlich.
1870 Der kanadische Eisenbahningenieur Flemming macht den Vorschlag, die Zonenzeit einzuführen (1884 verbindlich festgelegt).
1872 Das metrische System wird durch Gesetz in Deutschland eingeführt. Es vergehen noch fast 100 Jahre, bevor die bis dahin angewandten Uhrmachermaße ihre Bedeutung verlieren.

Der Berliner Uhrmacher Christian Friedrich Tiede lässt als Erster eine Pendeluhr unter Luftabschluß laufen.
1877 In Wien wird zur Schaltung einer Anzahl von Nebenuhren durch eine Hauptuhr in Röhren geleitete Druckluft verwendet.

Die Seewarte Hamburg beginnt mit der Veranstaltung von jährlichen Konkurrenzprüfungen für Chronometer. Ab 1882 wurden auch Taschenuhren in diese Prüfung einbezogen.
1878 Nach einer Erfindung des Uhrmachers Matthias Hipp wird in Neuchätel (Schweiz) die erste elektrisch betriebene Pendeluhr fertiggestellt.

Die Deutsche Uhrmacherschule in Glashütte wird gegründet.
1880 Der Wiener Uhrmacher A. von Loehr baut Taschenuhren mit Schwungmassenaufzug.

Die Firma Strasser und Rohde, Glashütte, stellt den Tertienzähler her, einen Vorgänger der elektrischen Stoppuhr.
1883 Der Engländer Wilson entwickelt die Schachuhr.
1887 In Paris wird ein Röhrensystem in den Straßen geschaffen, um durch Druckluft Straßenuhren mit Nebenuhrwerken durch Hauptuhren zu steuern.
1889 Siegmund Rieffler (Nesselwang) erfindet die Federkraftpendelhemmung mit konstantem Antrieb für Präzisions-Pendeluhren, die später von Ludwig Strasser (Glashütte) verbessert wurde.
1891 In Ruhla (Thüringen) werden erstmalig einfache Gebrauchstaschenuhren hergestellt.
1893 In Deutschland wird durch Gesetz die Mitteleuropäische Zonenzeit eingeführt.

Bonniksen lässt in Glashütte bei der Firma Lange Karusselltaschenuhren (Tourbillon) herstellen, deren Antrieb vom Kleinbodenrad ausgeht.
 
1895 Die Glashütter Jubiläumsuhr wird zum 50. Jahrestag der Glashütter Uhrenindustrie als Meisterleistung industrieller Präzisions-Mechanik ausgestellt.

Guglielmo Marches Marconi (Bologna) schafft fast zur gleichen Zeit wie Alexander Stepanowitsch Popow (St. Petersburg) die Grundlagen der drahtlosen Informationsübertragung und damit auch der Zeitzeichenübermittlung.
1901 Für eine Pendeluhr mit elektrodynamischem Antrieb wird das Patent erteilt. Sie enthält alle Elemente, die erst etwa 30 Jahre später zur Anwendung gelangen: Permanentmagnete, Spulen, Kontakte und Batterien.
1902 Es gelingt die synthetische Herstellung des Edelsteins Korund in seinen Varianten Saphir und Rubin aus Tonerde. (In der modernen Uhrentechnik wird er unter anderem als preiswerter Lagerstein verwendet.)
1905 Armbanduhren kommen in Mode.

In den USA werden die ersten Zeitzeichen per Funk ausgestrahlt.
1911 Am 1.Mai werden vom Eiffelturm in Paris die ersten europäischen Zeitzeichen über einen Sender ausgestrahlt, den Gustave Ferrie angefertigt hat.

Der Nullmeridian wird endgültig auf Greenwich festgelegt (vorläufige Festlegung ab 1844).
1912 Kleinuhren mit Leuchtzahlen auf dem Zifferblatt werden hergestellt.
1916 In Deutschland wird die Sommerzeit eingeführt.
1917 Der Uhrmacher N.W. Behrens restauriert nach den Kämpfen der Oktoberrevolution die Kremluhr in Moskau.
1920 Der französische Physiker Charles Edouard Guillaume wird für seine Arbeiten zur Verbesserung von Nickelstählen (unter anderem für die Uhrenherstellung) mit dem Nobelpreis geehrt.
1921 Quarzkristalle werden zur Frequenzstabilisierung von Röhrenoszillatoren verwendet. Damit ist die Grundlage zur Herstellung von Quarzuhren geschaffen.

Der Rundfunk sendet das ONOGO-Zeitzeichen.
1924 In der Schweiz beginnt die Herstellung von Armbanduhren mit automatischem Aufzug.
um 1928 In Nordamerika wird erstmals eine Quarzuhr in Betrieb genommen.
um1930 Die industrielle Massenfertigung von Armbanduhren beginnt, nachdem etwa ab 1790 Armbänder mit Schmuckuhren als Einzelstücke gefertigt wurden.
1932 Die Physiker A. Scheibe und U.Adelsberger stellen in Deutschland die erste Quarzuhr her, die ein Jahr später im Geodätischen Institut in Potsdam aufgestellt wird.
1935 Die automatisch sprechende Telefonzeitansage wird in Deutschland eingeführt.

Die Zeitwaage zur Messung des momentanen Ganges einer Uhr wird industriell hergestellt.
1946 Der US-amerikanische Chemiker Willard Frank Libby entdeckt die Radiokarbon-Methode zur Messung sehr großer zurückliegender Zeiträume (Kohlenstoff-14-Uhr).
1948 Die US-amerikanischen Physiker Walter Houser Brattain und John Bardeen schaffen den Spitzentransistor (unter anderem Voraussetzung zur Herstellung elektronischer Uhren).
 
 1949 William Bradford Shockley, US-amerikanischer Herkunft, entwickelt den Flächentransistor (unter anderem Voraussetzung für elektronische Schaltkreise in Quarzuhren).
1950 Batteriebetriebene Großuhren mit Elektromotor bzw. mit magnetischem Unruhschwingsystem werden hergestellt.
1952 Erste Prototypen von Armbanduhren mit elektrisch angetriebenen Unruhschwingsystemen werden produziert.
1953 H. Lyons baut die erste Ammoniakmoleküluhr mit der Gangunsicherheit von 1 • 10-8.
1954 In der Schweiz erfolgt die Entwicklung einer Armbanduhr mit der elektronisch gesteuerten Stimmgabel von 360 Hz als Schwingsystem.
1956 Das Internationale Komitee für Maß und Gewicht definiert die Sekunde als ein astronomisches Zeitnormal.

Bulova entwickelt nach Vorschlägen des Schweizers M. Hetzel die Stimmgabeluhr.
1957 Als physikalisch-technische Einheit wird der Begriff der Ephemeridensekunde eingeführt.
um 1958 Erstmals erscheinen elektronische Großuhren mit durch Transistoren gesteuerten und direkt angetriebenen Unruhschwingsystemen.
1958 Integrierte Schaltungen erübrigen die bisher benötigte Vielzahl von separaten elektronischen Bauelementen bei elektronischen Uhren.
1960 Quecksilber-, Silberoxid- und später Lithium-Mikrobatterien (Knopfzellen) werden entwickelt und in Armbanduhren eingesetzt.
1964 Das Internationale Komitee für Maß und Gewicht definiert den Begriff der Sekunde neu als ein physikalisches Zeitnormal.
1965 Als Teilerschaltungen in Quarzarmbanduhren kommen integrierte Schaltkreise (IC) zur Anwendung.

Simon-Vermot (Schweiz) konstruiert für Armbanduhren Unruhschnellschwingsysteme mit 8 bis 10 Halbschwingungen je Sekunde.
1967 Das Internationale Komitee für Maß und Gewicht legt den Begriff der physikalisch-technischen Einheit Sekunde neu nach der Caesiumatomuhr fest.

Von Junghans wird die erste deutsche Quarzuhr"Astro Chron" eingeführt.
1969 Durch die Low-Power-Technik haben Quarzarmbanduhren einen so geringen Stromverbrauch, dass die Batterien ein Jahr ausreichen.
1980 In Deutschland wird die Sommerzeit offiziell eingeführt, als Nachwirkung der Ölkrise, um Energie zu sparen.
1985 Junghans präsentiert die erste funkgesteuerte Tischuhr.
1990 Es folgt die erste Funkarmbanduhr der Welt.
1999 Omega präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Uhrmacher George Daniels die Co-Axial-Hemmung mit minimierter Reibung.